Von der Selbstorganisation zu einer speziellen Form davon, der Selbstassamblage. In der Natur kommt so etwas zum Beispiel bei Zellen, Viren oder Bakterien vor. Georg Trogemann hat dafür 4 Schlüsselkomponenten definiert:
→ Dissipative Strukturen (Hier findet man vorläufig, als Platzhalter, Texte aus Wikipedia bzw. Spektrum)
Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik wird mit Hilfe von Entropie beschreiben. Entropie sagt etwas über fehlende Ordnung aus. In jedem sich selbst überlassende physikalische System, nimmt das Durcheinander zu. Scheinbar ist das aber nicht bei Lebendem gültig. Aus Ordnung wird noch mehr Ordnung geschaffen. Schrödinger geht sogar soweit, Leben ernähre sich von 'negativer Entropie'. Ilya Prigogine erklärt, dass Leben nur weit entfernt von einem thermodynamischen Gleichgewicht möglich ist, Stichwort dissaptive Strukturen / Entropieproduktion (In einem geschlossenen adiabaten System kann die Entropie nicht abnehmen, sie nimmt in der Regel zu. Nur bei reversiblen Prozessen bleibt sie konstant)
Nichtgleichgewichtsphänomene/Nichtgleichgewichtssysteme
Eine dissipative Struktur (engl. dissipative structure ‚zerstreuende Struktur‘) bezeichnet das Phänomen sich selbstorganisierender, dynamischer, geordneter Strukturen in nichtlinearen Systemen fern dem thermo-dynamischen Gleichgewicht. Dissipative Strukturen bilden sich nur in offenen Nichtgleichgewichtssystemen, die Energie, Materie oder beides mit ihrer Umgebung austauschen. Beim Aufbau geordneter Strukturen nimmt die Entropie lokal ab; diese Entropieminderung des Systems muss durch einen entsprechenden Austausch mit der Umgebung ausgeglichen werden. Die Ausprägung geordneter Strukturen hängt entscheidend von den Systemparametern ab, wobei der Übergang vom ungeordneten zum geordneten Zustand sprunghaft erfolgt. Dissipative Strukturen zeigen eine gewisse Stabilität (Nichtgleichsgewichtsstabilität) gegenüber Störungen von außen, zerfallen jedoch, sobald der Austausch mit der Umgebung unterbrochen wird oder allgemein bei größeren Störungen der Systemparameter.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Dissipative_Struktur)
Dissipative Strukturen, Nichtgleichgewichtsstrukturen, die in thermodynamisch nicht isolierten Systemen auftreten, d.h. in Systemen, die mit der Umgebung Stoff und / oder Energie austauschen (Selbstorganisation). I. Prigogine hat 1967 vorgeschlagen, die stabilen räumlichen, zeitlichen oder raumzeitlichen Strukturen, die sich weitab vom Gleichgewicht jenseits kritischer Parameterwerte im nichtlinearen Bereich ausbilden können, als dissipative Strukturen zu bezeichnen. Zu den entscheidenden Merkmalen der dissipativen Strukturen gehört die Stabilität gegenüber kleinen Störungen und der überkritische Abstand vom Gleichgewicht. Bei starken Abweichungen vom thermodynamischen Gleichgewicht genügen die Systemvariablen nicht mehr linearen Gleichungen, sondern nichtlinearen dynamischen Gesetzen. Die Stabilität der dissipativen Strukturen beruht auf einer Balance von Nichtlinearität und Energiedissipation. Die Entstehung dissipativer Strukturen ist von fundamentaler Bedeutung für die Strukturbildung in der unbelebten Natur und damit überhaupt für die Möglichkeit der Evolution.
(https://www.spektrum.de/lexikon/physik/dissipative-strukturen/3202)